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Samstag, 20. August 2011

Besucher im Garten und Brüwi's Fest

Eastern Tiger Swallowtail, männlich
(schwarz-weiss bearbeitet)

Besucher im Garten

Unser Garten ist, so wir wir selber, anders wie die grünen eintönigen, high-maintenance Rasenflächen der Nachbarn. Ein buntes Gemisch von Wiesenblumen (genannt 'Wildflowers'), Bäumen, Sträuchern bietet Lebensraum für viel Getier.
Von kleinen und grossen Vögeln (denen Majik zusätzlich Nervenkitzel bietet), über verschiedene Echsenarten wie Grünen Anolen und Blue-Tailed Skinks (Blauschwanzmabuye) und aller Arten von Insekten, zu Eich- und anderen Hörnchen und auch mal eine Black Kingsnake (Lampropeltis getula nigra), eine sehr nützliche Schlange. Die hat sich allerdings seit Majik ein Junges schlug, nicht mehr blicken lassen. Da Majik letzthin von einer Schlange gebissen wurde, hält sich das Gerücht um die Rache der Black Kingsnake hartnäckig.


Eastern Tiger Swallowtail, männlich
(Originalfarben)
Terry auf Mexikanischer Sonnenblume
Flügelspannweite ca. 15 cm




















Vor rund einer Woche haben wir den ersten Schwalbenschwanz in diesem Sommer gesehen, ein Weibchen. Dann, vor drei Tagen, kam der grosse Kerl auf den zwei Bildern. Eindrücklich ist seine Grösse und auch seine Ruhe. Als ich ihn unten an der Strasse auf den Sonnenblumen, hatte ich natürlich die Nikon nicht im Sack, aber mein iPhone. Nach zwei Photos habe ich auf Video umgestellt und nach dreissig Sekunden auf derselben Blume wurde es mir zu langweilig und dann bin ich ins Haus und habe die Kamera geholt.
Terry hat gewartet und so hatten wir zwei ein gemütliches Fotoshooting.

Eastern Tiger Swallowtail, weiblich
Billie auf Mexikanischer Sonnenblume
Flügelspannweite ca. 10 cm
Raupe des Eastern Tiger Swallowtail
auf Blatt eines unserer Tulpenbäume
Aufnahme vom Frühling 2011
Hier noch einige Sommerbilder
(anklicken)

Brüwi's Fest

Was passiert, wenn Mann beim googeln von 'Cailler' unverhofft auf eine ihm unbekannte Swiss Bakery stösst? Einfach: er schaut sich deren Webseite mal genauer an und plaziert schliesslich eine Bestellung.
Die bestellten Sachen treffen vier Tage später (als Überraschung des Head of Households) ein.
Natürlich 'vermissen' wir hier eigentlich nichts und auch gibt es immer mehr internationale Artikel hier zu kaufen.
Aber halt trotzdem ....
Jetzt gibt's ein Fest!

Hier einige Schnappschüsse damit ihr seht, nach was es uns manchmal halt einfach gelüstet in der Fremde! In der Schweiz alltäglich, bei uns ein Stück Festessen.
Einfach ein Gedicht!

.... Konfischnitte mit Wurzelbrot!
Die Übersetzung ins Germanische:
.... Butterbrot von einem speziellen Schweizerbrot mit Marmelade
Nicht zum Frühstück und auch kein Schweizer Produkt!
Peter Binder hat uns diesen 2003er Masi aus dem Valpolicella vor einem Monat mitgebracht:
'Geniesst diese Flasche in einem besonderen Moment zu etwas Feinem.'
WAS wäre denn da mehr geeignet zu diesem Tropfen wie
Landjäger,
Felsenkelleremmenthaler,
Emmi Yoghurt,
frische Bürli,
Walliserbrot
und Bauernwurst??!
No telling for a Châteaubriand or any Ribeye .... just saying!
Peter, der Tropfen war traumhaft!
Ganz herzlichen Dank nochmals.
Und hier ein Dessert:
Bündnernusstorte
OK, vielleicht nicht ganz objektiv, aber es ist die beste welche ich je gegessen habe!

Und so geniessen wir die Schweizer Produkte und schwelgen und da ist doch auch mal ein Pünktchen Heimweh dabei ....

Zum Abschluss einige Gedanken zu unserem BriefkastenAus den Filmen kennt ihr ja die Briefkästen in den USA: Blech- oder Plastikbüchsen welche auf irgendwelchen Pfosten an der Strasse stehen. Unser ist aus Blech, steht gen Westen und wir im Sommer von mittags bis abends um 8 Uhr voll von der Sonne beschienen.
Was schätzt ihr, wie heiss es im Kasten wird wenn's draussen so 36 bis 38 Grad sind? Ich hab' keine Ahnung.

Der Pöstler kommt so ca. um 3 Uhr und schoppt alles in den Briefkasten, auch kleine Pakete.

Warum erzähle ich euch dies?
Es könnte ja sein, dass dieser Post über die fehlenden Schweizer Spezialitäten das eine oder andere weiche Herz auf eine Idee brachte.
Nun, es gibt bereits diese weichen Herzen welche uns sehr teure (Posttaxen), aber auch sehr feine (auch teure) Schweizer Post zukommen liessen. Ich garantiere euch, wir würden auch das nächste Mal Lindorkugeln deren fliessende Füllung im Briefkasten von Ameisen angefallen wurden, oder Tafeln von feinster Schweizer Spezialschoggi, welche dank dem 'Silberpapier' noch knapp nicht zur Packung rauslief, essen!
Einige Stunden im Kühlschrank und die Schokoladen sind wie neu ....

Dienstag, 19. Juli 2011

Sie ist raus! .... und: Sommer

Sie ist raus!

Endlich, nachdem sie beinahe ein Jahr lang Schmerzen, Ungewissheit und Bedenken produziert hatte, am 5. Juli kam sie raus:
Daniela's Gallenblase und in ihr die kleinen Steinchen.
Auf der Suche nach dem Grund für die Schmerzen in der Magen-, Lebergegend, den Muskelschmerzen und Lähmungserscheinungen in der linken Hand und im linken Arm, haben wir gemeinsam einen Blut-, einen Blasen-, einen Gefäss-, zwei Krebs- und schliesslich einen Gallenspezialisten aufgesucht und Daniela liess X Untersuchungen über sich ergehen. Ganz zu Beginn dieser Odyssee sind die Weichen auf Grund von Blutkörper im Urin falsch gestellt worden, was zur falschen Fragestellung führte.

Wir machen den Ärzten keine Vorwürfe. Im Gegenteil war es 'beruhigend' zu sehen, wie diese miteinander den 'Fall Daniela' diskutierten und ihre Untersuchungen den Fragen der anderen Ärzte anpassten. Das mit der finanziellen Belastung (trotz Krankenversicherung mehrere tausend Dollars und es soll mir nun keiner mit dem schwachen Wechselkurs kommen!) ist halt hier eine der garantierten Nebenwirkungen ....

Aber die Schmerzen sind weg!
Nun gilt es alle Operationsnachwirkungen zu verheilen lassen, Daniela's Energie wieder herzustellen und ihr etwas Speck auf die Rippen .... da ergäbe die famielieninterne Transplantation eine Win Win Situation.


Sommer

Nach einem relativ kühlen Mai und moderatem Juni ....
July kicks it badly. It's hot.

Heiss ist hier 34 Grad (Spitze war in diesem Monat über 37 Grad) und mehr am Tag und 27 Grad morgens um halb Sechs.
Dazu kommt eine Luftfeuchtigkeit von 80 bis 95% und das macht das Ganze etwas schwierig. Natürlich haben alle Häuser Klimaanlagen und die Autos ja auch. Trotzdem, irgendwann muss man mal raus und unsere Fabrikationshalle ist auch nicht klimatisiert.

Im Gegensatz zu vielen Amis welche ihre Häuser und Autos auf 20 Grad (!) runterkühlen, halten wir's möglichst moderat mit der A/C. Mit so ca. 5-8 Grad Unterschied zu draussen kommen wir über die Runden. Und wir nehmen immer einen Pulli mit wenn wir ins Restaurant oder zu Freunden gehen. Bei einigen Lesern werden da doch Erinnerungen an Portugal wach ....

Ein Sommertag hier für mich heisst:
Frühmorgens Hunde spazieren. 1 T-Shirt nass.
Arbeiten. 1-2 Shirts nass.
Abends Hunde spazieren und Pflanzen giessen. 1 T-Shirt nass.

So ist's halt warm hier im Juli. Der August wird schlimmer!
Wenn ihr euch das nächste Mal über den Regen in der Schweiz oder über die kühle Kälte der Hansestadt ärgert, denkt an uns.



Gartenblumen


Da nasse T-Shirts oder ich im nassen T-Shirt nicht sehr fotogen sind, hier einige Blumenfotos aus unserrem Garten.







In unserem winzigen Teich
Photo by Daniela